Ihr Carport soll schützen: Vor Regen, Schnee, Schmutz und Wind. Diesen Kräften ist der Carport selbst ausgesetzt – anstatt Ihrer Fahrzeuge oder weiterer untergestellter Gegenstände. Damit er zuverlässigen Schutz bieten kann, sollten bei der Planung sowohl die Windlast als auch ein effizienter Windschutz berücksichtigt werden. Infos zu beidem finden Sie auf dieser Seite.
Ein von HM individuell geplanter Carport nach Maß berücksichtigt beides: die technische Stabilität gegen Windlasten und den praktischen Wetterschutz im Alltag.
Windlast beschreibt die Kraft, mit der Wind auf den Carport wirkt. Strömt Wind über oder unter das Dach, entsteht Sog. Dieser Sog kann Bauteile nach oben ziehen. Deshalb reicht eine alleinige Betrachtung des Carport-Gewichts nicht aus.
Ein stabiler Carport muss diese Kräfte sicher in Pfosten, Fundamente und Befestigung ableiten. Deshalb spielt die statische Planung eine wichtige Rolle.
Wind wirkt selten gleichmäßig. Besonders gefährlich sind Böen, weil sie plötzlich auftreten und kurzzeitig hohe Kräfte erzeugen. Bei einem Carport können dabei verschiedene Effekte entstehen:
Die auf Ihren Carport einwirkende Windlast hängt von den sogenannten Windlastzonen sowie weiteren standortbedingten Einflüssen ab.
Um Ihren Carport perfekt an diese Bedingungen anzupassen, ist eine exakte Statikplanung notwendig, sodass sich die Bauweise an Ihre Umgebung anpasst.
Deutschland wird für die Planung von Bauwerken in Windlastzonen eingeteilt. Diese Zonen geben an, mit welcher Grundwindgeschwindigkeit an einem Standort zu rechnen ist:
Zone 1 geringere Windbelastung
(bis 22,5 m/s) Standardplanung oft ausreichend, Standort trotzdem prüfen
Zone 2-mittlere Windbelastung
(ab 25 m/s) Konstruktion und Befestigung sorgfältig auslegen
Zone 3-höhere Windbelastung
(ab 27,5 m/s) stärkere Bauteile und sichere Fundamente besonders wichtig
Zone 4 - sehr hohe Windbelastung, oft Küstenbereiche
(ab 30 m/s) statische Auslegung besonders anspruchsvoll
Neben der Windlastzone zählen weitere äußere Faktoren:
Weitere Wetterphänomene sind ebenso zu beachten. Fällt bei Ihnen z. B. viel Schnee, ist die Schneelast bei Carports zu berücksichtigen.
Die Windbeständigkeit Ihres Carports hängt jedoch nicht nur vom Wetter und den äußeren Begebenheiten ab. Auch die Bauweise und Statik des Carports selbst beeinflussen, wie stark Wind auf den Carport wirkt:
Bei HM Carport berücksichtigen wir bei der Planung Ihres Carports die relevanten Windlastzonen und die Anforderungen an den Carport. So entsteht eine echte Maßanfertigung, die an alle Gegebenheiten angepasst ist.
Verschaffen Sie sich mit unserem Carport-Konfigurator einen Überblick über Ihre Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Windlastberechnung gehört in die fachkundige Planung. Eine vereinfachte Beispielrechnung hilft Ihnen aber, die Größenordnung besser zu verstehen.
Angenommen:
Vereinfachte Rechnung:
18 m² × 0,65 kN/m² × 1,3 = 15,21 kN
(projizierte Angriffsfläche × Winddruck × Sicherheitsfaktor = Winddruck)
Das entspricht grob einer Kraft von mehr als 1.500 kg, die auf die Konstruktion wirkt. In der echten Statik kommen weitere Werte hinzu, etwa Windrichtung, Dachform, Geländekategorie, Sogbeiwerte, Gebäudehöhe und Sicherheitsbeiwerte.
Für alle Nicht-Statiker bedeutet das: Die Windlast eines Carports wirkt i. d. R. stärker, als man als Laie vermuten würde. Deshalb sollten Sie die Planung nicht nach Gefühl vornehmen. HM Carport berechnet und plant Ihren Carport standortbezogen, damit Konstruktion, Material, Befestigung und Ausstattung zusammenpassen.
Wenn Sie einen Carport in einem windigen Gebiet planen, benötigen Sie nicht nur eine entsprechende Statik, sondern auch einen guten Windschutz. Dieser schützt Ihr Auto, Fahrräder, Mülltonnen, Gartengeräte, Kinderwagen oder gelagerte Gegenstände unter dem Carport. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass der Windschutz sich auch auf die Stabilität bei starkem Wind auswirkt.
Im Wesentlichen haben Sie zwei Möglichkeiten, Windschutz bei Ihrem Carport zu integrieren:
Sie schließen eine oder mehrere offene Seiten. Carports mit Seitenwänden bieten einen festen Schutz vor Wind, Regen, Schnee und seitlicher Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig dienen sie als Sichtschutz und können optisch an Haus, Einfahrt und Grundstück angepasst werden. Zu bedenken ist dabei die größere Angriffsfläche, die für den Wind entsteht.
Ein Carport mit Seitenwänden eignet sich besonders, wenn Wind häufig aus einer Richtung kommt. So bleibt die offene, einladende Wirkung erhalten, während die Wetterseite geschützt wird. Bei HM Carport planen wir Seitenwände auf Wunsch direkt in der Konfiguration mit ein.
Die Netze bremsen Wind ab, ohne den Carport komplett zu schließen. Das Gewebe bleibt je nach Ausführung luftdurchlässig und schafft helle Lichtverhältnisse. Dadurch schützen Windschutznetze vor Zugluft, Laub, Schmutz und Insekten.
Jedoch: Windschutznetze gehören nicht zum baufertigen Carport. Daher müssen Sie diese im Nachgang mit Ösen oder Kederschiene befestigen. Außerdem wird die Statik von den Netzen beeinflusst, was die Windlast erhöht, in der Bauweise des Carports allerdings nicht eingeplant ist.
Bei uns erhalten Sie als Windschutz daher umfänglich und individuell geplante Carports mit Seitenwänden. HM Carport montiert diese für Sie und plant den Einfluss auf die Statik mit ein.
Welche Variante besser zu Ihnen passt, hängt jedoch auch von Ihrem Grundstück, der gewünschten Optik und dem nötigen Schutzwert ab. Seitenwände bieten einen festen, dauerhaften Schutz. Windschutznetze sind vor allem sinnvoll, wenn Sie Ihren Carport nur kurzzeitig oder saisonal vor Wind schützen möchten.
Seitenwände: Sehr guter Schutz, besonders bei geschlossenen oder teilgeschlossenen Flächen
Windschutznetz: Wind wird gebremst, aber nicht vollständig blockiert
Seitenwände: Je nach Ausführung gering bis mittel; mit mindestens einer offenen Seite bleibt die Belüftung gewährleistet
Windschutznetz: Meist höher, abhängig vom Gewebe und Schutzwert
Seitenwände: Gegeben, besonders bei blickdichten Elementen
Windschutznetz: Je nach Gewebe möglich, meist geringer als bei festen Seitenwänden
Seitenwände: Wirken je nach Material dunkler*
Windschutznetz: Tendenziell heller, da viele Gewebe Licht durchlassen
Seitenwände: Wirkt fester und stärker in die Architektur eingebunden; bietet die Möglichkeit zur optischen Anpassung ans Haus
Windschutznetz: Weniger ästhetisch und nur geringe optische Anpassungsmöglichkeiten; luftiger und weniger massiv
Seitenwände: Feste Montage an Pfosten, Rahmen oder Unterkonstruktion
Windschutznetz: Befestigung mit Ovalösen mit Drehverschluss oder Kederschiene
Seitenwände: Dauerhafte Lösung
Windschutznetz: Je nach System abnehmbar, austauschbar oder saisonal nutzbar
Seitenwände: Erhöht die Windangriffsfläche und muss statisch eingeplant werden
Windschutznetz: Sollte in der Statik bedacht werden, auch wenn es luftdurchlässiger ist
Seitenwände: Carports mit dauerhaftem Schutzbedarf, architektonischer Gestaltung und dem Wunsch nach Sicht- und Lichtschutz
Windschutznetz: Carports, die flexibel oder saisonal vor Wind geschützt werden sollen
*Sollte Ihnen ein Carport mit Seitenwänden zu dunkel vorkommen, können Sie ihn durch integrierte Fenster mit mehr Licht versorgen.
Eine weitere Option im Kontext von Schutz vor Wind und Wetter ist ein Carport mit Vordach. So sind Ihr Eingangsbereich sowie Sie und Ihre Gäste geschützt.
Wenn Sie einen neuen Carport planen, sollten Sie Windlast und Windschutz nicht getrennt betrachten. Eine geschlossene Seitenwand schützt gut vor Wind, erhöht aber die Angriffsfläche. Ein Windschutznetz bremst Zugluft, lässt aber Luft hindurch.
Gehen Sie am besten schrittweise vor:
1. Standort prüfen
Wo steht der Carport? Ist die Fläche offen, geschützt, erhöht oder windanfällig?
2. Windrichtung beachten
Aus welcher Richtung kommen starke Böen besonders häufig?
3. Nutzung klären
Soll der Carport nur Fahrzeuge schützen oder auch Fahrräder und Geräte?
4 .Ausstattung festlegen
Sind Seitenwände, Sichtschutz, Windschutznetz, PV-Anlage oder Gründach geplant?
5. Konstruktion berechnen lassen
Die Windlast muss zur Bauweise, zum Material und zur Befestigung passen.
6. Optik abstimmen
Dachform, Farben, Seitenwände und Materialien sollten zu Haus und Grundstück passen.
Ja, das ist möglich. Optimalerweise ist die Statik Ihres Carports jedoch von Anfang an darauf ausgerichtet, da Seitenwände die Belastung bei Wind deutlich verändern. Kontaktieren Sie uns am besten direkt, wir beraten Sie gerne
Ja. PV-Module bringen zusätzliches Gewicht auf das Dach und verändern Windangriffsflächen. Deshalb sollten Tragfähigkeit, Befestigung und Windsog vor der Montage geprüft werden.
Ja, wenn Konstruktion, Befestigung oder Fundamente nicht zur Windlast passen. Besonders Dachflächen, Pfostenanschlüsse und Seitenwände müssen Winddruck und Windsog sicher aufnehmen.